Event

February 4, 2015

Public Rapid Prototyping – das 3-Stunden-Experiment

Vielleicht nicht wagemutig, aber zumindest experimentell, so würde ich unseren Workshop auf der diesjährigen Packaging Innovations nennen. Titel: „Wem reicht eine schöne Verpackung, wenn es ein Erlebnis werden soll?“

Was eigentlich bedeutet: „Wie ich mittels analogem Rapid-Prototyping in der Produktentwicklung schon frühzeitig den Fokus auf das Produkte- und Verpackungserlebnis lege.“ Anstatt des üblichen Blingbling-Etiketten-Facelifts sozusagen…

Experimentell deshalb, weil wir das Thema Rapid-Prototyping noch nie mit völligen Laien und innerhalb von nur drei Stunden durchgeführt haben. Schließlich ging es nicht um einen Frontalunterricht, sondern darum, Messebesucher hands-on die Methodik erleben zu lassen.

Schmetterlinge hatte ich schon ein wenig im Bauch, denn die 16 Teilnehmer mussten sich mit mir und meinen vier Kollegen in ein Abenteuer stürzen. Konkret sollten sie drei Stunden lang nicht nur kreativ sein, sondern vor allem mit Säge, Heißklebepistole und einem Haufen Bastelmaterial neue Produkt- und Verpackungserlebnisse erarbeiten. Und das alles in einer lauten Messehalle unter der Beobachtung von hunderten von Besuchern.

Aber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und so hat das Experiment gezeigt, dass sich analoges Rapid-Prototyping auch in kürzester Zeit hervorragend mit Laien durchführen lässt. Mehr noch: Es führt zu richtig tollen Ergebnissen.

Und so haben die Teilnehmer die Aufgabe erhalten, einen neuen Snack samt Verpackung zu konzipieren. Im Rahmen eines World-Cafés haben wir zu den unterschiedlichsten Fragestellungen gemeinsam Ideen generiert. Aufgeteilt in vier Gruppen wurden die spannendsten Ideenansätze geclustert, priorisiert und präsentiert. Jetzt ging es endlich an die „Werkbänke“, an denen unter unserer fachkundigen Anleitung alle Teilnehmer ihr eigenes Konzept in ein dreidimensionales und fassbares Erlebnis umsetzen konnten.

Am Ende standen 14 Prototypen zum Präsentieren bereit. Ich bin begeistert darüber, wie in so kurzer Zeit derart viele Ideen erlebbar gemacht wurden! Und, es waren wirklich einige richtig tolle Konzepte dabei, die ich so noch nirgends gesehen habe.

Auch das Feedback der Teilnehmer war super – alle haben wiederholt bestätigt, dass die Methode des analogen Rapid-Prototypings extrem viel Spaß macht und einen enormen Mehrwert gegenüber einfachen Illustrationen oder Layouts hat. Ein Mehrwert, den wir für unsere Kunden immer wieder nutzen!

Karel J. Golta

Managing Director

Karel, CEO and founder of INDEED, is Swiss but far from being neutral. When he's not planning "the next big thing" with clients, you can controversially discuss with him the value of design. And above all, how design preserves humanity in the age of AI and automation.

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