Thinking

May 4, 2016

Mut zum Innovieren fassen

Unsere Kollegin Maria von Tools of Innovators ruft zu mehr Kampfgeist und Elan auf.

Das kontinuierliche Hervorbringen von Innovationen in Produkten, Prozessen und Dienstleistungen ist essentiell für den unternehmerischen Erfolg. Das unternehmerische Entwickeln von Innovationen gehört jedoch häufig auch zu den größten Herausforderungen, denn ihre Entwicklung ist komplex, benötigt viel Knowhow und birgt meist hohe Risiken.

Workshop Indeed für Life Science Nord

Welche Hemmnisse und Hindernisse die Teilnehmer im Hinblick auf das Managen von Innovationen verspüren und wie sie diese Herausforderungen gemeinsam meistern können, wollten wir zusammen mit den Mitgliedern des Life Science Nord in einem Workshop herausfinden. Um sich diesem Spannungsfeld auf praktische Art und Weise anzunehmen, haben wir vorab das World Café und den Elevator Pitch als Workshop Methoden ausgewählt.

Life-Science-NordDer Lifescience Nord ist eins der führenden Life Science Netzwerke Europas. Das Cluster bietet eine einzigartige Infrastruktur, in der praxisnahe Forscher und Kliniker eng mit Partnern aus der Industrie kooperieren, um innovativen Produkten und Technologien zum Durchbruch zu verhelfen. Ergebnis dieser intensiven Zusammenarbeit sind innovative Medikamente, Medizinprodukte und Dienstleistungen.

Das World Café

Zu Beginn des Workshops haben wir uns gemeinsam mit den Teilnehmern die Frage gestellt: Warum fällt es uns schwer zu innovieren? Und wo verspüren wir Herausforderungen und begegnen Problemen? Dazu haben mein Kollege Armin und ich ein World Café mit sieben verschiedenen Stationen vorbereitet:

  • ‍Business Model Innovation und New Business Creation
  • Design Thinking und Foresighting
  • Innovation Culture und Transformative Leadership
  • Digital Transformation und Service Innovation
  • Open Innovation und Technology Scouting
  • Collaboration with Startups
  • Efficiency & Complexity Management

Die Aufteilung in 7 Themenstationen hilft, den doch sehr umfassenden Begriff der „Innovation“ besser zu strukturieren. Die Teilnehmer verteilten sich also auf die 7 Stationen und sammelten für 10 Minuten all ihre Gedanken und Ideen auf Post-Its an einer Wand. Anschließend wanderten alle Teilnehmer zu anderen Stationen weiter, sodass sich an jeder Station neue Gruppen ergaben. Eine Ideensammlung in Form eines World Cafés ermöglicht es, auf die Gedanken der anderen aufzubauen und somit Dopplungen zu vermeiden. Ergebnis des ersten Workshop-Parts waren also 7 Wände voller wichtiger Gedanken und Ideen rund um das Thema „Innovationen managen“.

Der Elevator Pitch

In einem nächsten Schritt galt es, Ordnung in diese Ideen zu bringen. Dazu hat sich jede Gruppe einer Station angenommen und die gesammelten Post-Its zu Problemfeldern geclustert. Diese Cluster wurden dann in einem Elevator Pitch aufbereitet, um sie den anderen kurz und knapp vorzutragen. Der Elevator Pitch zielt darauf ab, etwas so kurz wie möglich zusammenzufassen, um Dritten klar und deutlich zu kommunizieren, worum es geht. Daher stammt auch der eigentümliche Name: Stellt Euch vor, Ihr steigt gemeinsam mit Eurem Abteilungsleiter in den Fahrstuhl. Jetzt müsst Ihr die Gelegenheit nutzen und in den 3 Minuten, die die Fahrt bis in den 10. Stock dauert, Euren Punkt vorbringen. In einem ersten Schritt des Elevator Pitches gilt es, anhand folgender Punkte das Problem zu beschreiben:

  • Wer ist die betroffene Person oder Abteilung, die mit diesem Problem zu kämpfen hat?
  • Was ist das Problem? Wo bestehen Hindernisse?
  • Wie würde ein Best-Case-Szenario aussehen?

Ein zweiter Teil des Elevator Pitches fokussiert normalerweise anschließend die Lösung des beschriebenen Problems:

  • Wie könnten Lösungen aussehen? Wie will man vorgehen?
  • Was sind die Benefits der Lösung?
  • Wo und wann kann sie angewandt werden?

Da der Fokus dieses Workshops jedoch zunächst auf der Identifikation bestehender Herausforderungen lag, fand der zweite Teil des Elevator Pitches in unserem Fall keine Anwendung. Stattdessen diskutierten die Teilnehmer anschließend auf Grundlage der beschriebenen Problemfelder die Relevanz der einzelnen Problemfelder in der Gruppe.

Ergebnis

Am Ende des Workshop-Tages waren wir also dazuin der Lage, Handlungsansätze für den Lifescience Nord zu definieren, um das Thema Innovationen gemeinsam im Kreis der Mitglieder anzugehen. Die detaillierte Erarbeitung der Handlungsfelder in dem Workshop stellt sicher, dass alle folgenden Aktivitäten und Maßnahmen zielgerichtet sind und den tatsächlichen Bedürfnissen der Mitglieder entsprechen. So ist der Lifescience Nord nun dazu in der Lage, sich der Herausforderung „Innovation“ gemeinsam als Verbund zu stellen. Zudem hat der Workshop mit dem Elevator Pitch allen Teilnehmern ein praktisches Tool an die Hand gegeben, um Innovationen zukünftig strukturiert zu kommunizieren und zu bearbeiten.

Maria Krüger

Innovation & Research Manager

Die studierte Wirtschaftspsychologin mit Spezialisierung in Business Development und Innovationsmanagement beschäftigt sich bei INDEED eingehend mit nutzerzentrierter Insight-Entwicklung, Trendrecherche und Benchmarks, um Konzeptentwicklungen für zukünftige Märkte anzustoßen. Mit Affinität zu Geschäftsmodellen und Markenstrategien ermöglicht sie es Unternehmen, Business Intelligence von einer neuen Perspektive zu betrachten.

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