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February 4, 2016

Innovation bei Airbus

Von Innovationspotenzialen zum Innovationserfolg. Wie Sie Ihre Mitarbeiter zu Innovatoren machen und mehr über die "Zehn Gebote der Innovation".

Die Tickets für unsere Veranstaltung DMI NightOut bei Airbus waren schnell ausgebucht und auch der spontane Wechsel eines der Referenten wurde von keinem unserer Gäste als ein Nachteil empfunden. Denn belohnt wurden sie mit einem Überblick über Innovationstools, detaillierten Erkenntnisse von Europas größtem Flugzeughersteller sowie von einem Unternehmen, das zu den aktuellen Vorreitern in den Bereichen Co-Creation, Community-Plattformen und Digitalisierung gehört.


"Von Innovationspotenzialen zum Innovationserfolg" - war das Thema aller Keynotes unserer Experten. Als Gastgeber der Veranstaltung liegt uns der Innovationserfolg sehr am Herzen - von Anfang an als Innovationsberater und vor allem seit wir unser neues Programm initiiert haben: TOI - Tools Of Innovators, ein Trainingskonzept für Unternehmen mit dem Ziel, Mitarbeiter zu Innovatoren zu machen.


Wir haben bereits in unserem Blog (http://www.indeed-innovation.com/blog/toi-at-the-innovation-roundtable-summit/) über TOI berichtet. Mehr Infos gibt es zudem auf dieser Website: (http://www.toi.expert/#toi). Hier ein kurzer Überblick, den auch unsere Gäste auf dem DMI NightOut erhalten haben.


Wir sind der festen Überzeugung, dass echte Innovationen nicht nur von außen, sondern auch aus dem Inneren eines Unternehmens kommen! Es sind die Mitarbeiter, die entscheidend dazu beitragen, dass ein Unternehmen trotz aller Veränderungen standhält und mit innovativen Produkten und Dienstleistungen wirtschaftlich stark bleibt. Doch wie kommt man an die richtigen Ideen? Und wie wird man produktiver? Und was sind die richtigen Werkzeuge in diesem Prozess?


Kurzum: Wie macht man seine Mitarbeiter zu Innovatoren?


TOI gibt alle Antworten auf diese Fragen, individuell zusammengestellt für jede Kundenherausforderung:

  • In einem Workshop werden die relevanten Themen ermittelt.
  • Aus unserer umfangreichen Innovationstool-Cloud werden geeignete Innovationswerkzeuge ausgewählt.
  • Ein praxisnahes Trainingsprogramm für die Mitarbeiter wird aufgesetzt. Es bezieht sich direkt auf die ermittelten Themen und dient somit den Unternehmenszielen.
  • Einige Monate nach dem Training helfen Sparringssitzungen, die erarbeiteten Ergebnisse zu festigen und auf diese Weise einen echten Mehrwert zu ermöglichen.


Im wahrsten Sinne des Wortes konnten wir sehen, dass diese Idee bei unseren Gästen ankam und das Konzept verständlich war. Das war aber nur der Anfang, denn alle wollten wissen:

Wie innovativ ist Airbus überhaupt?


Vom Ideengeber zum Unternehmer: "Lassen Sie Ihre Ideen fliegen!" Mit dieser Überschrift machte Dr. Markus Durstewitz, Leiter Innovationsmethoden und -werkzeuge, eine klare Aussage: Grundsätzlich werden Ideen entwickelt, um auf den Markt zu kommen - bei Airbus gehen sie buchstäblich "in die Luft".


Mit einem Zitat des Airbus Präsidenten & CEO Fabrice Brégier bezeichnete Markus Durstewitz das Thema Innovation als "das Herz von Airbus" und als "Teil der DNA des Unternehmens". Diese Einstellung war der Hauptgrund, warum wir ihn unbedingt als Gastredner haben wollten, und er hat uns nicht enttäuscht: Markus Durstewitz sprach ausführlich über die Ansätze in der Innovationsentwicklung bei Airbus. Ganz entscheidend für ihn: offen zu sein für Neues, den Mehrwert für den Kunden nicht aus den Augen zu verlieren und Wege zu ermöglichen, diese Innovationsideen innerhalb der Organisation schnell umzusetzen.


Viele Unternehmen glauben an die Gegensätzlichkeit von "Performance vs. Innovation" - aber ein Unternehmen wie Airbus braucht sicher beides gleichermaßen. So stellt sich die Kernfrage: Wie können wir gute Ideen in die Realität umsetzen? Ein Teil der Antwort: die Innovationskultur im Unternehmen festigen, den Fokus immer auf den Kunden legen und den Entwicklungsprozess beschleunigen, um einen schnellen Markteintritt zu gewährleisten.


Das Resümee für Airbus: Innovation muss sich innerhalb der Abteilungen entwickeln und kann nicht delegiert werden. Es gibt ein sogenanntes "Catalyst Network", das den Mitarbeitern als direkter Draht dient, wenn sie eine innovative Idee vorstellen wollen. Sozusagen "Ersthelfer für Innovation", die sich um die Unterstützung von Innovatoren kümmern.


Definierte Stationen, die jede Idee durchlaufen muss, sogenannte "Acceleration Points", sorgen dafür, dass sich alle an einen strukturierten Prozess halten. Diese "Acceleration Points" sind auch als physische Berührungspunkte, wie z.B. Labore, teilweise in geschlossenen Räumen angesiedelt, die das "Verrücktsein" und wilde Denkweisen frei zulassen. Ohne diese Art von Freiheit wäre Innovation gar nicht erst möglich. Ob im "Idea Space", einem webbasierten Tool zum Austausch der Ideen der Mitarbeiter, oder im "Proto Space", in dem Ideen sofort physisch umgesetzt und getestet werden können - die enge Zusammenarbeit im Team fördert die schnelle Detaillierung von Projekten. Entscheidend bei alledem ist - und hier teilen wir durchaus die Sichtweise von Markus Durstewitz: Design Thinking als Mindset ist der Kern der Innovationsfähigkeit eines Unternehmens.


Abschließend fasste unser Gastredner die Perspektive von Airbus anschaulich und eingängig zusammen:

"Die Zehn Gebote der Innovation"


  1. Eine aufgeschlossene Haltung gegenüber Veränderungen ist ein wesentlicher Punkt für Innovation. Sie geht einher mit der Bereitschaft, Risiken einzugehen und die Möglichkeit des Scheiterns zu akzeptieren, um sich schnell anzupassen und zu lernen.
  2. Der Fokus beim Innovieren muss auf der Generierung von Geschäft liegen - deshalb muss jede Innovation einen besonderen Nutzen für den Kunden bieten.
  3. Darauf aufbauend gilt es, Kunden- und Nutzer-Insights zu generieren, die Outside-In-Perspektive zu integrieren und offen für externe Impulse und Ideen zu bleiben.
  4. Die Stärke liegt in der Gemeinschaft. Abteilungs- und strukturübergreifende Vernetzung sowie informeller Informationsaustausch treiben die Innovation voran.
  5. Nicht vergessen: Erfolge müssen gefeiert werden, erfolgreiche Innovatoren müssen auf nicht-monetäre Weise gelobt werden und Freude muss geteilt werden, damit es eine Erfolgsgeschichte wird. Heißt: Man muss über das Gute reden!
  6. Sie erreichen und inspirieren Ihre Mitarbeiter mit Veranstaltungen - ob in engagierten Vorträgen und Kongressen oder auf offenen Plattformen für Informationsaustausch und Networking: So wird die Mission am effektivsten verbreitet.
  7. Den Mitarbeitern müssen dedizierte physische Räume für Innovationen zur Verfügung gestellt werden. Team-up durch gemeinsames Innovieren. In diesen Räumen sollten Kreativität, Design Thinking, die frühe Entwicklung von Prototypen und das Testen von Ideen mit Werkzeugen und weiteren Ermöglichungsansätzen gefördert werden. Das ist "Learning by doing".
  8. Um die Konzeptentwicklung im Allgemeinen zu beschleunigen, müssen praktische Bedingungen und Unterstützung geschaffen werden, um gleichzeitige sowie unterschiedliche Prozesse zu fördern - eine eigene Überholspur für Innovationen.
  9. Nur große und ambitionierte Projekte verdienen den Titel "Innovation". Ein inflationärer Gebrauch dieses Wortes nimmt Inspiration und Begeisterung. Entscheidend ist, dass man echte Neuerungen und laufende Verbesserungen nicht verwechselt.
  10. Mitarbeiter müssen entsprechend ihrer Innovationsfähigkeit gefördert werden - mit Hilfe von speziell entwickelten Trainingsprogrammen und Modulen, die ein grundlegendes Bewusstsein für Innovation schaffen.


In der Tat eine perfekte Keynote, die unseren Gästen viele Einblicke gab und vor allem einen roten Faden mit einigen Erkenntnissen hervorbrachte! Besonders interessant: vor allem das zehnte "Gebot" bestätigte das von Karel Golta zuvor beschriebene Thema: Mitarbeiter müssen zu Innovationen befähigt werden!


Header Photo von Jp Valery auf Unsplash.

Andrea Vorm Walde DE

PR and Communications

Andrea kümmert sich um unsere PR und zeigt gerne, wie innovativ und vielseitig Indeed ist. Eigentlich ist sie zuständig für die Worte – trotzdem lässt sie uns hier meistens den Vortritt, weil wir als Designer und Entwickler in unserem Blog ganz authentisch berichten wollen. Und das können wir am besten selber.

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