Thinking

March 25, 2020

Corona-Krise? Mehr Haltung bitte!

An niemandem gehen die aktuellen Veränderungen in der Gesellschaft, Arbeitswelt und Politik spurlos vorbei. Karel und Andrea fassen in Worte, was ihnen aktuell unter den Nägeln brennt.

Karel J. Golta, CEO, INDEED Innovation

In diesen Tagen fokussiere ich meine gesamte Aufmerksamkeit zwei essenziellen Teilen meines Ökosystems.

1. meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 2. unseren Kunden und Partnern. Mit one2one calls checke ich bei meinen Teams ein und stelle so einfache Fragen wie: Wie geht es dir? Und wo kann ich dich noch unterstützen. Mehr denn je ist es meine Aufgabe, mich auch um das seelische Wohlbefinden meiner Kolleginnen und Kollegen zu kümmern.

In Gesprächen mit meinen Kunden aus dem Life Science Bereich habe ich in den letzten Tagen Bemerkenswertes erfahren. Die Mitarbeiter dort begreifen in der aktuellen Situation, wie wichtig ihre Arbeit für das Wohl von einzelnen Menschen und der gesamten Gesellschaft ist. Ein so einfacher wie extrem starker Purpose, der motiviert über sich hinauszuwachsen und das Notwendige unermüdlich zu tun.

Und auch unsere Partner sind elementarer Teil unseres Ökosystems und bringen ihre Perspektive mit ein. So wie Andrea, die seit 10 Jahren für INDEED als PRlerin unterwegs ist und mit ihrem therapeutischen Hintergrund, ihre Sicht auf die Dinge schildert. Sie spinnt ein feines Netz der sozialen Zugehörigkeit und Zuversicht. Ein uns verbindendes Netz.

Andrea vorm Walde, PR-Managerin, effective minds und Psychologische Beraterin, Hand aufs Herz

Das Virus hat unsere Welt fest im Griff. Nicht nur des Thema Gesundheit als solches ist gerade einzig darauf ausgerichtet, vielmehr sind Sozialleben und Wirtschaft auf den Kopf gestellt. Die Menschheit ist verwundbar geworden bzw. ihre stets vorhandene Verwundbarkeit wird ihr nun regelrecht vor den Kopf geknallt. Und damit ist die Stunde der Wahrheit eingeläutet:

Was hat bestand?

Wer behält die Nerven, wer dreht durch? Wer hat Augen für den Nächsten und hilft, wer demonstriert Egozentrik via Mehltüten und Klopapierrollen? Wer sitzt gelähmt am Schreibtisch, wer denkt neu? Welche Unternehmen werden überleben, ja, vielleicht sogar zulegen, welche gehen kaputt?

In den letzten Tagen begegnen mir Geschichten, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Ich schüttele den Kopf über Bekannte, die alle Schutzmaßnahmen für völlig übertrieben halten und von Verschwörungstheorien faseln. Ich leide mit Single-Freundinnen, die daheim bereits erste Panikattacken hatten. Ich staune über Konzerne, die andenken, ihren Angestellten den kompletten Jahresurlaub aufzudrücken und andere, die alle Mitarbeiter aus dem bereits gestarteten Home-Office zurückholen ‚aus Solidarität gegenüber den Arbeitern in der Produktion’.

Solidarität vs. Panik

Dazwischen Schüler, die Zettel in der Nachbarschaft aufhängen und älteren Menschen Unterstützung anbieten – gewünschter Lohn ‚ein Lächeln’. Freiberufler und Kollegen, die blitzschnell wertvolle Tipps fürs Mobile Office und Remote Work zusammenstellen, um weniger Versierten unter die Arme zu greifen. Start-ups, die ihre analogen Produkte umgehend in digitale umwandeln und ihre Erfahrungen und ihr Wissen dazu mit anderen teilen.

In der Krise zeigt sich, wer langfristig ein gutes Leben führen kann – egal ob in unserem eigenen kleinen Kosmos oder innerhalb der globalen Wirtschaft. Der Aspekt der Menschlichkeit, den Menschen im Fokus zu haben, ihn an die Spitze aller Überlegungen und Aktionen zu stellen, sichert gerade unser aller Überleben. Wer dazu in der Lage ist – gegen jede Angst, jede Spinnerei, jede Konfusion, tut viel für die Gesellschaft und fängt die auf, die weiterhin ignorant sind oder aber einfach keine Kraft haben.

Innovationsfähigkeit entscheidet

Entscheidend für die weitere Entwicklung eines jeden und der Gesellschaft aber ist – jetzt wichtiger als je zuvor – die Innovationsfähigkeit. Diese zeigt sich in verschiedenen Merkmalen – gerade im Moment sind allerdings die folgenden gefragt:

  • Flexibilität (wie gut kann ich mich an neue Gegebenheiten anpassen)
  • Offenheit (wie bereit bin ich veränderte Umstände anzunehmen)
  • Kreativität (wie einfallsreich bin ich ob neuer Eckdaten)
  • Widerstandsfähigkeit (wie motiviert bleibe ich trotz widriger Umstände und möglicher Rückschläge)

Wünschen wir uns, dass sich das viel strapazierte Wort ‚innovativ’, das sich eigentlich inzwischen jedes Unternehmen auf die Fahne schreibt, nun beweist. Und dass die, bei denen es da noch hakt, nun nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern sich umgehend um Beratung und Unterstützung bemühen.

Denn schaffen werden wir das nur als Gemeinschaft. Und da schließt sich der Kreis.

Wir wünschen Euch, dass Euer Unternehmen resistent und gut aufgestellt ist und die Krise gut übersteht. Vor allem aber wünschen wir Euch und Euren Lieben Gesundheit und Zuversicht!

Karel und Andrea

Andrea Vorm Walde DE

PR and Communications

Andrea kümmert sich um unsere PR und zeigt gerne, wie innovativ und vielseitig Indeed ist. Eigentlich ist sie zuständig für die Worte – trotzdem lässt sie uns hier meistens den Vortritt, weil wir als Designer und Entwickler in unserem Blog ganz authentisch berichten wollen. Und das können wir am besten selber.

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