Event

September 6, 2020

Auf in eine bessere Zukunft

Live-Events sind derzeit irgend etwas zwischen Mega-Highlight und Risiko Nummer 1. Auch das macht uns sensibler hinsichtlich unserer Gedanken über die Zukunft, die uns durch unsere neue Vision ohnehin gerade umtreiben.

Die solutions 2020 in Hamburg – unsere erste ‚Live-Messe’ seit Corona persönliche Kontakte auf ein Minimum heruntergefahren hat! Nun war es also endlich mal wieder soweit: Gut vorbereitet waren wir am Start mit einem Stand und mit Workshops. Und mit einem Gefühl, das irgendwo pendelte zwischen gespannt auf diese ‚neue alte’ Situation und erleichtert, dass es wieder losgehen soll. Und – worauf wir uns am meisten gefreut haben – Karel Golta, unser Geschäftsführer und Gründer, stand mit einem mitreißenden Vortrag auf der Bühne, der unsere neue Vision ‚Humane Innovation’ (http://www.indeed-innovation.com/journal-de/its-time-for-humane-innovation) perfekt auf den Punkt bringt:


Innovation neu kodieren


Es braucht eine Wendung, das hat für uns Priorität, denn für einen Innovationsentwickler darf selbst die Interpretation von ‚Innovation’ nicht stagnieren. Nicht nur, weil uns Virus, Lockdown und Wirtschaftskrise ganz anders fordern, sondern weil die Welt – wie Karel gleich zum Auftakt richtig sagte – auch schon vorher in Flammen stand.


Und so ruft er dazu auf, Innovation ganz neu zu kodieren, um eine bessere Zukunft für das gesamte Leben auf der Erde zu ermöglichen. Innovation also nicht um ihrer selbst willen oder für das übliche ‚Höher/Schneller/Weiter’, sondern Innovation als Fortschritt und Bereicherung für die Wirtschaft, den Menschen sowie unseren Planeten gleichermaßen. Der Triple-Bottom-Line-Ansatz, also eine dauerhafte Ausgeglichenheit zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Komponenten.


Die Voraussetzungen: Circular Economy und Behavioral Design


Wie kann das gehen? Was soll dieser neue Code sein? Ein Teil der Formel: Die Circular Economy. Wir müssen weg von unserer linearen Wirtschaft und in Kreisläufen denken und handeln, somit auch innovieren. Der andere Teil: Wir müssen unser Verhalten und das Verhalten unserer Gesellschaft ändern. Im Falle der Innovationsentwicklung heißt das ‚Behavioral Design’ (http://www.indeed-innovation.com/journal-de/behavioral-design). Folgen wir diesen Maßgaben konsequent, dann erschaffen wir 3 entscheidende Voraussetzungen für eine bessere Zukunft, die uns heute leider in der Breite noch fehlen:


  • Handlungsfähigkeit im Sinne der Nachhaltigkeit
  • flexible Systeme, die resilienter auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren
  • ein Bewusstsein dafür, dass wir diese Herausforderung nur gemeinsam bewältigen können


Keine Utopie – keine Ausrede


Anhand griffiger Umsetzungsmodelle und konkreter Beispiele aus der Wirtschaft erläuterte Karel, was genau zu tun ist. Und schaffte damit eins: Die Utopie aus diesem großen Ziel zu nehmen. Denn den Zuhörern wurde so klar


1. Es gibt konkret definierte Schritte und Maßnahmen, die jeder Mensch im Alltag und vor allem aber auch jedes Unternehmen ergreifen kann – groß oder klein, je nach den eigenen Möglichkeiten, keinesfalls aber unerreichbar.

2. Es gibt bereits hervorragende Beispiele am Markt, die zeigen, was machbar ist und die zum Nachahmen bzw. zum Nutzen inspirieren.


Wendepunkt live


Und wie war er nun der erste Live-Event? Ja, es war gut, auch mal wieder draußen zu sein. Aber: Es hätten gerne mehr Besucher sein dürfen. Zumindest vor Ort, denn zum Glück war die Veranstaltung als Hybrid geplant, und so wurde die doch etwas mager ausfallende Besucherriege durch die Online-Teilnehmer aufgefangen. Jeder geht halt mit der immer noch ungewohnten Situation anders um, es braucht offensichtlich noch etwas Zeit.


Ich selbst war vorher doch erstmal skeptisch, ob sich die Umsetzung des Schutzkonzeptes gut genug anfühlt. Und ob ich Lust habe, den ganzen Tag mit Maske unterwegs zu sein. Aber ich habe schnell gemerkt, wie sehr ich diese persönlichen Begegnungen doch vermisst habe und jeden Austausch genießen konnte. Und die Location hat das gute Gefühl bestens unterstützt, denn in den hohen Hallen und durch die Nutzung des Gartens störte weder der Mundschutz noch fühlte man sich bedrängt. Im Gegenteil: Ich wüsste gar nicht, wann ich zum letzten Mal auf einer Messe so viele und nette Begegnungen auf so befreite Art hatte. Auch hier sind wir womöglich an einem Wendepunkt. Hoffentlich. Denn nun gilt es, diese Wende langfristig und nachhaltig einzuläuten.

Andrea Vorm Walde DE

PR and Communications

Andrea kümmert sich um unsere PR und zeigt gerne, wie innovativ und vielseitig Indeed ist. Eigentlich ist sie zuständig für die Worte – trotzdem lässt sie uns hier meistens den Vortritt, weil wir als Designer und Entwickler in unserem Blog ganz authentisch berichten wollen. Und das können wir am besten selber.

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