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June 8, 2020

Apparatus of Euphonious Thinking II

Dieser Blog-Post ist der zweite Teil einer dreiteiligen Geschichte, die euch Einblick in INDEEDs Entwicklungsprozess gewährt. Begleitet uns ein weiteres Stück auf unserem Weg oder unserer Odyssee zum fertigen Apparatus of Euphonious Thinking.

Der Marathon

Im Anschluss an die Konzeption und Grundlagenentwicklung stiegen Sam und Vinay in die Detailentwicklung des Puncher ein, indem sie die Stanzen in 4 versetzten Linien neu anordneten. Diese Idee wurde dann in ein 3D-Modell umgesetzt, um die Funktionsweise zu visualisieren und erste Probleme bei der Herstellung und Montage zu beheben.

1) Einzelteile entstehen

Zooming in: Wir unterteilen die Vision in kleinere Aufgaben, die zu erledigen waren. Und näherten uns so Schritt für Schritt. Es wurden die einzelnen Komponenten hergestellt und getestet. Wir begannen damit, das Lesegerät zu hacken, um mit Arduino nano ein Signal zu erhalten. Dann stellte Sam den ersten Stanzblock mit einem einzigen Servo her, der zuverlässig Löcher stanzen konnte. Mit Blick auf kleine Fortschritte fertigten wir dann ein Mockup des gesamten Aufbaus an, wobei wir Pappkartons verwendeten, um die Erfahrung, Benutzerfreundlichkeit und Ergonomie zu testen.

Zooming out: Mit jedem fertiggestellten Einzelteil bzw. Komponenten, die hergestellt und getestet wurde, wuchsen unsere Ambitionen. Wir entwickelten mit einigen Teammitgliedern, die ästhetische Vision der Installation und schufen die obligatorischen Moodboards als Ausgangspunkt fürs Design. Wir dachten die Maschine von innen nach außen, um jedem Nutzer Einblick in die Herstellung seiner Melodie zu geben und so quasi „den Schleier der technischen Umsetzung“ zu lüften.

Nachdem die ästhetische Vision und das CAD-Modell fertig waren, begannen wir mit der Integration der Komponenten, um größere Unterbaugruppen herzustellen. Minjoo übernahm die Skalierung des einen Servo-Stanzblocks auf die gemeinsame Steuerung von 30 Servo-Blöcken. Sam baute die Kernstanzbaugruppe mit allen 30 Stanzblöcken, und Vinay begann mit der Herstellung des Mittelteils. Nach vielen Stunden, die wir auf unsere eigenen Aufgaben konzentrierten, kamen wir nach drei Wochen zusammen, um die obere Baugruppe zu integrieren und zu montieren.

 

2) Testen, Versagen und Reparieren

Mit der Integration begannen wir die ersten Misserfolge zu erleben. Bald wurden wir alle zu Detektiven, die versuchten, die Probleme zu finden. Die Lösung des Problems war nie ein Thema, uns gingen nie die Ideen aus, aber das Herausfinden des Problems (Debugging) nahm den größeren Teil unserer Zeit in Anspruch. Bis zum Tag vor der Ausstellung stolperten wir über Probleme, die gelöst werden wollten.

Am Abend vor der Ausstellung brannte der Stanzmotor am Veranstaltungsort, und die Maschine ging kaputt. („Kaputt“ ist nebenbei das Wort, dass jeder Kollege auch ohne weitere deutsche Sprachkenntnisse bei uns als erstes lernt 😀) Wir gingen zurück in die Werkstatt, immer noch überhaupt nicht in der Stimmung aufzugeben, beruhigten uns, begannen das Problem zu beheben. Am Tag der Ausstellung lief die Maschine mit einigen notwendigen Pausen relativ rund.

3) Das Upgrade

Wir wussten, dass die Korrekturen, die wir bereits vorgenommen hatten, nicht ausreichend waren. Es standen zwei große Events bevor, und wir mussten die Maschine so vorbereiten, dass sie zuverlässiger lief. Deshalb machten wir einen Schritt zurück und organisierten uns vom Projektmanagement bis hin zu den Konstruktions- und Engineering-Aufgaben neu. Sam wurde der Stab des Projektleiters übertragen; Vinay übernahm die Entwicklung einer Leiterplatte mit integrierten Sicherheitsfunktionen, und Minjoo befasste sich mit der Software und der Integration von Software und Hardware.

Ein eher scrumartiger Ansatz hat uns geholfen, den Fokus zu behalten. Während der ersten Projektphase haben wir uns manchmal in den Problemen und den überwältigenden Anforderungen des ursprünglichen Konzepts verloren. Etwas Abstand und eine Pause ermöglichten es uns, unsere Arbeit in angemesseneren Sprints mit klaren Zielen und Meilensteinen neu zu fokussieren und zu koordinieren. Controlling und Evaluation wurden zum integrativen Bestandteil unserer Arbeit und unseres Ansatzes.

Wir wussten, wohin wir wollten, und jeder gelieferte Meilenstein konnte als solcher gefeiert endlich auch gebührend werden.

Aber auf die Erfolge gehen wir im dritten und letzten Teil genauer ein. Stay tuned.

Und wer den ersten Teil unserer Reise verpasst hat, holt hier die Lektüre gerne nach.

Samuel Swift

Industrial Design Intern

Sam was an intern at INDEED in 2019 and is a truly missed member of the INDEED family.

The
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