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March 9, 2020

An English man in New York

Nach mehreren Runden Sting haben wir Alex dazu gebracht uns von seiner New York Erfahrung Anfang des Jahres zu erzählen. Besonders leicht viel ihm dieses, nachdem er die Ergebnisse seiner Trainingseinheiten jüngst mit eigenen Augen sehen konnte.

Hallo, mein Name ist Alex, und wie im Titel ersichtlich, komme ich ursprünglich aus England. Ich arbeite seit 3 Jahren mit dem Indeed-Team in Hamburg; plus Vorerfahrung macht das 10 Jahre geballtes Anwenderwissen in der Erstellung von 3D-Modellen mit Solidworks. Vor einigen Monaten reiste ich deshalb nach New York, um meine New Yorker Kollegen zu unterstützen und ihnen beizubringen, wie man 3D-Modelle baut.

Erste Eindrücke

Nach meiner Ankunft am JFK-Flughafen ging es zu meiner Übergangswohnung im fünften Stock in Manhattans China Town. Da ich ein paar Jahre in Shanghai gearbeitet hatte, war ich beeindruckt, wie authentisch es sich anfühlte - umgeben von chinesischen Restaurants, Supermärkten und älteren Einheimischen, die in den Parks Tai Chi praktizieren. Ich war müde von der langen Reise aus England, aber begeistert in New York zu sein.

Den ersten Tag verbrachte ich als Tourist, beginnend mit dem Seaport, einem historischen Viertel am Fuße von Manhattan, dessen einzigartige Backsteingebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert den modernen Wolkenkratzern des benachbarten Finanzdistrikts gegenübergestellt sind. Von dort aus sprang ich auf eine Fähre über den East River nach Dumbo, eine der besten Möglichkeiten, einen großartigen Blick auf die Brooklyn Bridge zu bekommen.

Let's get down to business

Nach einem großartigen Erkundungstag war ich bereit und gespannt, meine Kollegen zu treffen. Sie waren gerade dabei, eine Reihe von Wellness-Geräten zu entwickeln. Folglich war es notwendig und unerlässlich, dass sie richtig geschult wurden, um die 3D-Modelle erfolgreich anzulegen.

Als Produktdesigner und Ingenieure müssen wir den Umgang mit 3D-Modellierungssoftware beherrschen, um unsere Designs zu entwickeln und zu realisieren. Wie ich bereits sagte, verfüge ich über umfangreiche Erfahrungen mit Solidworks, so dass ich mich sicher genug fühlte, mein Fachwissen innerhalb des Teams zu teilen.

Als erstes habe ich die vom Team entwickelten 2D-Konzepte intensiv analysiert. Ich stellte fest, dass zwei der schwierigsten Fähigkeiten, die es zu vermitteln galt, die Modellierung komplexer Oberflächen mit glatter Krümmung und die Erstellung komplizierter Muster sein würden.

Sobald ich diese Schwerpunktbereiche definiert hatte, begann ich damit, die Grundlagen zu skizzieren, wie man ein gutes 3D-Modell erstellt; welche Werkzeuge und Techniken zu verwenden sind und wann sie zu implementieren sind. Adrian, Lucas und Eason waren begierig darauf, auf ihren vorhandenen 3D Modellierungsfähigkeiten aufzubauen, und waren in den gesamten Lern- und Trainingsprozess eingebunden.

Ich hatte intuitiv das Gefühl, dass die beste Methode, um zu erklären, wie man ein erfolgreiches Modell konstruiert, darin besteht, eine meiner eigenen Kreationen zu sezieren. Ich tat dies mit einem alten Modell, das ich bei Indeed in Hamburg gebaut hatte. Es diente als nützliche Referenz, um jeden Schritt des Prozesses ausführlichst zu beschreiben.

Da ich zum ersten Mal einen Solidworks-Kurs gab, war es eine Herausforderung, die effektivsten und unkompliziertesten Wege zu finden, um mein Fachwissen zu vermitteln.

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Modell in Solidworks zu erstellen, sowie verschiedene Methoden, dies hängt mehr vom Benutzer und seinen Präferenzen ab. Also versuchte ich, verschiedene Techniken zu skizzieren und meinen bevorzugten Arbeitsablauf zu erklären und verständlich zu machen, warum ich in der Vergangenheit mit dieser Methode erfolgreich war.

#FYI

Die richtige Anlage eines Modells ist ein wichtiger erster Schritt im Bauprozess - ein starkes Fundament hilft, eine stabile Konstruktion zu gewährleisten. Indem wir vordere und seitliche 2D-Bilder unseres Entwurfs in der 3D-Datei platzieren, erstellen wir eine ‚Unterlage‘, die zur Erstellung der Umrisse Ihres Modells verwendet wird. Wenn das Produkt, das wir modellieren, interne Komponenten enthält, müssen wir überlegen, wo diese positioniert werden und wie dick die Wände sind, die sie aufnehmen. Dies war für mich so wichtig, dass ich es mehrfach im Training betonte. Besonders wichtig war es im Hinblick auf das konkrete Projekt, da alle Entwürfe in der Entwicklung zahlreiche Komponenten wie Motoren und Batterien enthielten.

Der Aufbau eines sauberen und organisierten Modells mit möglichst wenigen Merkmalen kommt uns später im Entwicklungsprozess zugute, wenn der Kunde zwangsläufig Änderungen am Design wünscht. Ein stabiles Modell lässt sich schneller und einfacher ändern, ohne dass es zu unerwünschten Fehlern kommt.

Obwohl ich mein Bestes versucht habe, eine ausführliche Einführung in die Grundlagen zu geben, verfügt Solidworks über eine große Anzahl von Fähigkeiten und Merkmalen, und der beste Weg, ein Profi zu werden, ist, Zeit in das Üben zu investieren.

Deswegen habe ich die Kollegen ermutigt, mit dem Bau ihrer eigenen 3D-Modelle zu beginnen und ihnen meine Unterstützung und Hilfe bei Fragen oder Problemen angeboten. Und ich muss sagen, dass sie das großartig gemacht haben. Nachdem die ersten Iterationen ihrer Modelle konstruiert waren, saßen wir zusammen und überprüften die Geometrie. Ich zeigte ihnen, welche Werkzeuge sie zur Überprüfung ihrer Oberflächenkrümmung verwenden müssen, wie sie die Ergebnisse interpretieren und wie sie diese für Verbesserungen nutzen können. Jedes Mal, wenn wir das taten, wurde ich darin bestärkt zu sehen, welche Fortschritte und welch ein Verständniszuwachs in kürzester Zeit möglich ist. Am Ende erzielten wir nicht nur hervorragende Ergebnisse, sondern brachten das Team auch dazu, weitere Anwendungen des Programms zu erlernen und gleichzeitig in das Repertoire eines Designers zu integrieren.

Die verbleibende Woche war ich mit kontinuierlichen Trainings beschäftigt und dementsprechend schnell verging die Zeit, so dass ich am Freitag auf gepackten Koffern saß, bereit nach Deutschland zurückzukehren und meine Familie zu sehen. Und so sehr ich mich auch auf sie freute, so dankbar und zufrieden war ich, die Gelegenheit gehabt zu haben, in einer neuen Stadt zu arbeiten und die US-Kollegen besser kennenzulernen.

Nun, ein paar Monate nach meiner Zeit dort, freue ich mich über die Ergebnisse unserer Arbeit. Das Team hatte die Produktpalette, an der wir zusammengearbeitet hatten, sowie ein zusätzliches Sortiment fertiggestellt und uns eine Präsentation der gerenderten Produkte geschickt. Und was soll ich sagen: Sie sehen großartig aus!

Alex Anderton

Product Design Engineering

Alex Anderton has been working as a Product Design Engineer at Indeed for over 3 years. Originally from the UK, he spent the first years of his career working at design consultancies in China and Thailand. Having experience across both disciplines, he believes seamlessly uniting Industrial design and Engineering is paramount to deliver great products.

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