Pflaster aus Stärke

Lieber langsam, Stück für Stück oder schnell in einem Ruck abziehen? Die Frage, wie man ein Pflaster mit möglichst wenig Schmerz entfernen kann, müssen wir uns wohl schon bald nicht mehr stellen, denn Nahrungsforscher der Penn State University haben ein sich selbst auflösendes Exemplar entwickelt.

Möglich ist dies, indem Stärke zu Fasern zu verarbeitet wird, die mit der Zeit zu Zucker zerfallen und von der Haut absorbiert werden. Aus den Stärkefasern lassen sich außerdem z. B. Bandagen oder umweltfreundliches Toilettenpapier und Servietten herstellen.

Ganz einfach war der Weg aber nicht, denn Stärke löst sich in Wasser nicht komplett auf, sondern wird zu einer Paste die eigentlich zu dickflüssig ist, um Fasern daraus zu gewinnen. Um dieses Problem zu umgehen, haben die Forscher ein Mittel entwickelt, das zwar hilft, die Stärke zu lösen, aber deren Molekularstruktur nicht zerstört. Durch Aussetzung starker Spannung wird die mit Lösungsmittel versetzte Stärke im Elektrospinner dann zu langen Fäden gezogen.

Das Herstellungsverfahren der Fasern ist sehr umweltschonend, zudem ist Stärke sehr preisgünstig und in großen Mengen verfügbar. Die Neuentwicklung wäre also eine lohnende Alternative zu Zellstoff- oder Kunstfasern aus fossilen Rohstoffen.

 

http://live.psu.edu/story/59503

 


 

 

 

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